ConPolicy Newsletter 2018 - 7

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  Neues von ConPolicy

Behavioral Insights
ConPolicy bringt sich in den Diskurs zum Thema Nudging ein

Ende 2017 erhielt Richard Thaler, einer der beiden Co-Autoren des Bestsellers „Nudge“, den Ökonomie-Nobelpreis. Die Debatte um Anwendungsmöglichkeiten aber auch Grenzen des Nudging ist nicht erst seitdem in vollem Gange. ConPolicy beteiligt sich durch Forschungsprojekte, Behavioral Insights Beratung und Expertenvorträge an dieser Debatte – zuletzt im Rahmen von drei Veranstaltungen:

  • Am 14. Juni informierte ConPolicy-Projektmanager Dr. Max Vetter beim Jahreskongress der Energieagentur Rheinland-Pfalz über die Möglichkeiten, mithilfe von Behavioral Insights nachhaltiges Verhalten anzustoßen. 
  • Im Mittelpunkt der Diskussion „Nudging – Anstupsen oder Manipulation?“ bei der Fachtagung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) am 20. Juni standen die Vor- und Nachteile dieses Ansatzes. Diese sowie die Potentiale von Nudges für gesellschaftliche Transformationen und die Entwicklungszusammenarbeit diskutierte Dr. Max Vetter hier mit einem Mitarbeiter aus dem Team „wirksam regieren“ des Bundeskanzleramtes und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der GIZ. 
  • Zuletzt ging ConPolicy-Geschäftsführer Prof. Dr. Christian Thorun beim Tagesspiegel-Trendfrühstück am 4. Juli auf dem Podium der Frage nach „Wie frei ist der Wille wirklich?“. Weitere Diskutanten waren Clemens Schneider (Prometheus – Das Freiheitsinstitut) und Dr. Markus Weinmann (University of Liechtenstein).

Verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse in der Politik, in Unternehmen und der Zivilgesellschaft – wir bleiben am Ball.

Workshop der EU-Kommission in Berlin
ConPolicy diskutiert über den Stand der kollaborativen Wirtschaft in Deutschland

Kollaborative Konsummöglichkeiten eröffnen Verbrauchern viele neue Dienste und Angebote. Gleichzeitig stehen sie aber auch in der Kritik: Machtkonzentration, Umgehung von Schutzstandards oder ein Mangel an Datenschutz sind einige der Kritikpunkte.

Vor dem Hintergrund dieser Debatte hat die EU-Kommission zu einem Gespräch über den Stand der kollaborativen Wirtschaft in Deutschland eingeladen. Hier kamen Vertreter der Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, um über den Stand der Dinge und Handlungsoptionen zu diskutieren. ConPolicy-Geschäftsführer, Prof. Dr. Christian Thorun, brachte die Verbraucherperspektive in die Diskussion ein.

Digitale Souveränität
ConPolicy trägt bei Abida-Expertenworkshop vor

Fast täglich werden neue digitale Helfer entwickelt, die den Alltag der Verbraucherinnen und Verbraucher vereinfachen. Jedoch gibt es auch Herausforderungen, die durch die fortschreitende Vernetzung entstehen. So werden von den neuen Technologien auch immer mehr personenbezogene, teilweise sensible Daten erhoben und von Anbietern gespeichert. Informationelle Selbstbestimmung ist für Verbraucherinnen und Verbraucher ein relevantes Thema, jedoch existieren in der Realität eine Reihe von Hürden, die deren Ausübung erschweren.

Beim Abida-Expertenworkshop „Digitale Souveränität“ am 28. Juni 2018 in Kassel wurden Lösungsansätze zur Gewährleistung der informationellen Selbstbestimmung in Zeiten neuer digitaler Technologien diskutiert und Handlungsempfehlungen für Wissenschaft, Politik und Wirtschaft abgeleitet.

Projektmanagerin Dr. Sara Elisa Kettner hielt im Rahmen des Workshops einen Impulsvortrag zum Thema „Von One-Pagern und Privacy-Bots: Neuere Ansätze zur informierten Einwilligung“. Die Inhalte des Vortrages basierten hierbei auf den Ergebnissen des ConPolicy-Gutachtens „Big Data im Bereich Heim und Freizeit mit Fokus Smart Living“ für das BMBF-geförderte Abida-Projekt, der BMJV-geförderten ConPolicy-Studie „Wege zur besseren Informiertheit“ und des BMBF-geförderten PrivacyGuard-Projekt der Quadriga Hochschule Berlin.

Home. Smart Home – Schönes Wohnen oder Gefahrenzone?
ConPolicy moderiert verbraucherpolitischen Dialog des NRW Verbraucherschutzministeriums

Smart Home-Anwendungen werden immer beliebter. Zwar befindet sich der Markt insgesamt noch in den Kinderschuhen, aber die Marktdurchdringung einiger Produkte nimmt rapide zu. Komfortsteigerungen, eine erhöhte Wohnsicherheit oder Energieeinsparungen sind Gründe für Verbraucher, Smart Home-Produkte zu kaufen. Aber Verbraucher haben auch Skepsis: So finden viele die steigende Automatisierung ihres Zuhauses als unheimlich, sie befürchten, Opfer von Hackerangriffen zu werden und sie sorgen sich um ihre Privatsphäre. Auch finden viele Verbraucher die Angebote zu teuer, sehen den Nutzen nicht oder kritisieren eine mangelnde Interoperabilität.

Vor diesem Hintergrund hat das NRW-Verbraucherschutzministerium unterschiedliche Stakeholder aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbraucherschutz und Behörden zum verbraucherpolitischen Dialog eingeladen. ConPolicy-Geschäftsführer, Prof. Dr. Christian Thorun, moderierte die Veranstaltung. An dieser nahmen u.a. teil: Ursula Heinen Esser (Verbraucherschutzministerin in NRW), Prof. Dr. Wolfgang Maaß (Universität des Saarlandes), Wolfgang Schuldzinski und Helga Zander-Hayat (Verbraucherzentrale NRW), Dr. Claus-Dieter Ulmer (Deutsche Telekom), Günther Ohland (SmartHome Initative Deutschland) sowie Roul Tiaden (Ständiger Vertreter der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit in NRW).

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