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Britische Finanzaufsicht veröffentlicht Auswertung von Verbraucherbeschwerden

Finanzinstitute sind in Großbritannien dazu verpflichtet, der Finanzaufsicht FSA halbjährlich Informationen zu Verbraucherbeschewerden zu melden. Gestern stellte die FSA die Zahlen für das 2. Halbjahr 2010 vor. Demnach hat die Anzahl von Beschwerden um 3 Prozent auf 1.795.182 im 2. HJ zugenommen. Insbesondere haben Beschwerden zu Restschuldversicherungen zugenommen (um 63 Prozent auf 434.596). Der Anteil der als begründet eingestuften Beschwerden stieg von 26 Prozent im 1. HJ auf 49 im 2. HJ 2010 an.

Oliver Morgans Finanzmarktexperte bei der britischen Verbraucherorganisation Consumer Focus kommentierte die Veröffentlichung mit den Worten: „Der Fokus hat in der Vergangenheit auf den Erträgen und Boni gelegen. Die nun veröffentlichten Zahlen zeigen jedoch, dass nicht nur der Verbraucherservice bei Finanzdienstleistern im Argen liegt, sondern die Art und Weise wie Finanzprodukte gestaltet und verkauft werden. Die unnötige Komplexität vieler Produkte, Policen und Gebühren führt oft dazu, dass Verbraucher einen schlechten Deal bekommen.“

 

Für weitere Informationen: www.fsa.gov.uk/pages/Library/Other_publications/commentary/aggregate_com/index.shtml und www.consumerfocus.org.uk/news/consumer-focus-response-to-fsa-complaints-published-today

Quelle: FSA und Consumer Focus