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Britische Finanzaufsicht eröffnet Konsultationsverfahren zu befristeten Produktinterventionen

Im April 2013 wird die Financial Conduct Authority (FCA), eine Nachfolgeorganisation der britischen Finanzaufsicht (FSA), ihre Arbeit aufnehmen. Die FCA wird auch über das Mandat verfügen, zeitlich befristete Produktinterventionen ohne eine Anhörung durchzuführen. Damit die FCA dieses Instrument von Beginn an einsetzen kann, hat die FSA heute ein Konsultationsverfahren zu den diesbezüglichen Regelungen eingeleitet.

In dem Konsultationspapier wird eine solche befristete Produktintervention für die Fälle vorgeschlagen, in denen:

  • die Gefahr groß ist, dass ein Produkt an die „falschen“ Kunden vertrieben wird. Dies kann etwa dann der Fall sein, wenn ein Nischenprodukt an den Massenmarkt vertrieben wird.
  • eine Produkteigenschaft gravierende Probleme für Verbraucher verursacht.
  • ein Produkt inhärent ungeeignet für Endkunden ist.

Produktinterventionen können eine Reihe von Konsequenzen nach sich ziehen: Einschränkungen im Marketing, das Verbot bestimmter Produktmerkmale oder Veränderungen am Produkt. In sehr gravierenden Fällen kann die FCA sogar ein Produktverbot aussprechen.

Martin Wheatley, Vorstand der FSA und designierter Vorstand der FCA erklärte hierzu: „Wir gehen nicht davon aus, von dem Recht der Produktintervention oft Gebrauch zu machen. Aber wir müssen auf den Fall der Fälle vorbereitet sein.“

 

Weitere Informationen: http://www.fsa.gov.uk/library/communication/pr/2012/107.shtml

Quelle: FSA